Geschichte
Rammenau wurde erstmalig 1213 urkundlich erwähnt.
Die Originalurkunde ist nicht mehr vorhanden, sondern nur die
Bestätigungsurkunde in deutscher Übersetzung aus dem Jahr 1228.
Der Ort ist ein Waldhufendorf. Die Gemeinde gehörte bis 1600
zu den Besitzungen des Herrn von Kamenz und war westliches Grenzdorf
des Sechsstädtebundes.
Eng mit der Geschichte des Ortes ist die Geschichte des Rittergutes
und des späteren Schlosses verbunden.
Das Barockschloss wurde 1721- 1737 errichtet.
Im Jahre 1762 wurde in Rammenau einer der berühmtesten Philosophen seiner Zeit, Johann Gottlieb Fichte geboren.
Glücklichen Umständen ist es zu danken, dass das erste Kind der Bandweberfamilie aus dem Milieu der Armut herauskam. Durch einen Zufall entdeckte Freiherr Haubold von Miltitz die Begabung des Jungen, die Predigt des Dorfpfarrers wahrheitsgetreu zu wiederholen.
Er entschloss sich, das Kind zu fördern. Nach der Schulausbildung in Meißen und der Fürstenschule Pforta folgte ein kometenhafter Aufstieg als Begründer eines neuen philosophischen Systems. 1814 starb Fichte bereits, die Pflege der Fichtedenkmale und der Gedenkstätte sind Ausdruck lebendiger Erbepflege.
Viel Interessantes aus der
Rammenauer Geschichte könnte man erzählen, aber erlebnisreicher
ist es, selbst auf Erkundungstour zu gehen: im Barockschloss,
im Alten Gefängnis, wo die legendäre „Giftmord-Schilderung“
und viele historische Ausstellungsstücke gut aufgehoben sind
und auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen, an denen Eichentafeln
stehen, die viel über Rammenau erzählen.
Seit kurzem stehen zwei Schaubienenstöcke an der Oberrammenauer
Straße.
Trauen Sie sich, die fleißigen Bienen ganz
aus der Nähe bei der Arbeit zu beobachten.
Außerdem finden Sie auf der daneben stehenden Schautafel
viele Informationen rund um die Imkerei.
Neueste Attraktion ist der „Holzweg“ an der Röderbrunner
Straße gleich neben dem Waldscheibenteich. Hier können Sie Ihr
Wissen über einheimische Bäume testen.
